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Vorteile der betrieblichen Altersvorsorge / Inhaber und Gesellschafter-Geschäftsführer

Es gibt aktuell mehrere Gründe, weshalb sich Arbeitgeber mit dem Thema betriebliche Altersvorsorge beschäftigen sollten:

I. Kostensenkung
II. Eigeninteresse
III. Motivation
IV. Verantwortung
V. Gesetzliche Vorgaben/Haftungsminimierungostensenkung


I. Kostensenkung

Das Wichtigste zuerst: Die Betriebliche Altersvorsorge kostet das Unternehmen kein Geld, sondern bietet (richtig konzipiert) enormes Einsparpotential.

Bei der betrieblichen Altersvorsorge durch Gehaltsumwandlung spart der Arbeitgeber (zumindest bis Ende 2008) die vollen Sozialversicherungsbeiträge auf den Monatsaufwand, den der Mitarbeiter umwandelt.


Ein konkretes Beispiel:

Nehmen wir eine 10-Personen Firma, in der die Mitarbeiter durchschnittlich 150,- € brutto umwandeln und das mit einer Beteiligungsquote von 80% (was bei unseren Konzepten durchschnittlich erreicht wird), ergibt dies bis 2008 für den Arbeitgeber eine Ersparnis von ca. 11.000,- € (!)


II. Eigeninteresse

Nicht nur Angestellte können die Betriebliche Altersvorsorge nutzen, sondern insbesondere auch für Gesellschafter-Geschäftsführer/Innnen von Kapitalgesellschaften ist das Thema interessant, zumal hier eine große Vielfalt möglich ist.

Gesellschafter-Geschäftsführer können wählen aus:

Direktversicherung
Pensionskasse
Unterstützungskasse
Pensionsfonds
Pensionszusage


Ein vorteilhafter, unkomplizierter, aber noch nicht so häufig genutzter Durchführungsweg, ist die Unterstützungskasse, insbesondere für Gesellschafter-Geschäftsführer.

Die Vorteile sind u.a. eine nahezu unbegrenzte Beitragszahlungshöhe und (zumindest noch bis 2040) und steuerliche Vorteile bei der Auszahlung (verglichen z.B. mit der Direktversicherung und Pensionskasse).

Neben versicherungseigenen Unterstützungskassen, die nur die Tarife eines Versicherungsunternehmens als Rückdeckung erlauben, nutzen wir auch freie Unterstützungskasse, die eine breite Auswahl an Rückdeckungen bietet und auch Kombinationen verschiedener Rückdeckungen bietet.


Wie können die Ergebnisse aussehen?

Beispiel: Männlich, 40 Jahre, Nettomonatsbeitrag 500,- €, Laufzeit bis zum Rentenbeginn

Betriebliche Unterstützungskasse Private Rentenversicherung
Monatsbeitrag netto 897,83 € 500,- €
Tarif Gruppentarif Normaltarif
Beitragsrückgewähr Ja Ja
Rentengarantiezeit Ja Ja
Garantierente Ca. 1.530,- € Ca. 820,- €
Überschusssumme Ca. 542.000,- € Ca. 290.000,- €
Weiterzahlung bei Unfall Ja, kostenlos Nein
Weiterzahlung bei Arbeitslosigkeit Ja, möglich Nein
Besteuerung im Alter Voll teilweise


III. Motivation

Was gibt es für die Mitarbeiter Beruhigenderes und Motivierendes als den Ausblick auf finanzielle Sicherheit im Alter?

Die finanzielle Unterstützung der betrieblichen Altersvorsorge ist für das Unternehmen ein relativ geringer Aufwand (verglichen z.B. mit einer Gehaltserhöhung), da das Unternehmen z.B. bei der Investition in eine Pensionskasse über die gesamte Laufzeit sämtliche Sozialversicherungsbeiträge spart und auch beim Mitarbeiter keine Sozialversicherung abgezogen werden.

Neben einer rein betrieblich finanzierten Altersvorsorge sind auch Mischlösungen sehr erfolgreich. Denkbar wäre hier z.B. die Rückgabe eines Teils der Ein-sparungen der Sozialversicherung und/oder ein monatlicher Zuschuß zur betriebliche Altersvorsorge (z.B. in Höhe der für vermögenswirksame Leistungen)

Hier kann mit Mischformen (d.h. der Mitarbeiter und das Unternehmen beteiligen sich finanziell) eine gute Versorgung erreicht werden

Dazu ein Beispiel:

Gibt die Firma z.B. 40,- € als Zuschuß und die Hälfte der Sozialversicherungsersparnis zurück und der Mitarbeiter investiert selbst noch aus dem Nettoeinkommen 40,- €, so kann dies inklusive Überschüsse z.B. für einen 30-jährigen eine Rente von ca. 1.000,- € bedeuten.

Generell ist ein wichtiger Katalisator für den Erfolg der betrieblichen Altersvorsorge die finanzielle Unterstützung des Projektes betriebliche Altersvorsorge.

Eine grosse Unterstützung zur inhouse-Förderung des Projektes der Betriebliche Altersvorsorge ist die Möglichkeiten der Information für Mitarbeiter. Dazu gehört z.B. ein jährlicher Pension day, den wir gern kostenlos durchführen.


IV. Verantwortung

Durch Senkung der Höhe der gesetzlichen Rentenversicherung und der seit Anfang 2005 bestehenden Besteuerung der BfA im Alter wird die Verantwortung der Mitarbeiter und auch des Unternehmens beim wichtigen Thema Altersvorsorge immer deutlicher.

Aktuelle und zukünftige Chancen nutzen

Verbunden mit der Senkung der Leistungen der gesetzlichen Rentenversicherung wurde die Einführung der Absetzbarkeit der Beiträge für die BfA die steuerlichen und damit finanziellen Vorteile geschaffen, dass die Mitarbeiter aus diesem Liquiditätszufluss sich eine zusätzliche Altersvorsorge über den Betrieb aufbauen können.

Steuerliche Entlastung 2005 durch Anrechnung der BfA-Beiträge

* schrittweise Steigerung um 2% pro Jahr bis zum Endjahr 2025; berechnet nach Einkommensteuertarif 2005
Beim Abzug von Rentenversicherungsbeiträgen zu mindestens
Jahresbruttolohn
in Euro
60 %
Im Startjahr 2005
80 %
Im Jahr 2015*
100 %
Im Endjahr 2025*
20.000 0 182 392
30.000 27 400 766
40.000 102 672 1.230
50.000 199 1.000 1.784
60.000 296 1.333 2.370

Eine weitere Entlastung erfolgte 2005 auch durch die Senkung der Steuersätze.


V. Erfüllung der gesetzlichen Vorgaben

Seit 2002 hat jeder angestellte Mitarbeiter das Recht vom Arbeitgeber eine Gehaltsumwandlung in Höhe von bis zu 4% der Beitragsbemessungsgrenze zu verlangen.

Wir empfehlen die Informationspflicht des Arbeitgebers durch Mitarbeiterveranstaltungen, die wir gern kostenlos für Sie durchführen, zu erfüllen. Langfristig sinnvoll ist es u.E. außerdem, auf die ggf. vielfältigen Wünsche, die die Mitarbeiter, insbesondere neue Mitarbeiter, äußern, mit einer festen Regelung zu reagieren.

Da der Arbeitgeber das Recht der Ausgestaltung der betrieblichen Altersvorsorge hat, ist z.B. die Einführung einer Versorgungsordnung, in der Durchführungswege und Versorgungspartner genannt werden, sinnvoll. Dadurch wird Klarheit geschaffen, der Mitarbeiter ist motiviert und die Abwicklung wird deutlich gestrafft.

Ohne eine schriftliche Vereinbarung können hier auch Fallstricke liegen, wie unsere Praxiserfahrung zeigt, wo z.B. in Firmen der Durchführungsweg der Unterstützungskasse für alle Mitarbeiter eingeführt wurde, ohne das klar war, dass hier Beiträge für den Pensionssicherungsverein fällig werden und die Mitarbeiter beim Ausscheiden oder bei finanziellen Engpässen sich über die mangelnde Flexibilität der Tarife beschweren.

--> D.h. auch hier ist ein professioneller Partner wichtig. Umso besser, wenn dieser sich in der Branche auskennt und zudem Sonderlösungen und Gruppenrabatte bietet, wie die Medienrente.


Was ist eine Versorgungsordnung ?

In einer Versorgungsordnung legt das Unternehmen die Rahmenbedingungen für die betriebliche Altersvorsorge fest.

Damit gibt das Unternehmen den Mitarbeitern Planungssicherheit und reduziert Rückfragen. Eine Versorgungsordnung verringert den organisatorischen Aufwand und das Unternehmen erlangt eine höhere Haftungssicherheit.

In einer Versorgungsordnung werden i.d.R. die Durchführungswege und Ver-sorgungspartner festgelegt. Außerdem kann geregelt werden, ob die Versorgung arbeitgeber-, arbeitnehmer- oder mischfinanziert ist, welche Einkommensteile der Arbeitnehmer umwandeln kann, wie die vermögenswirksamen Leistungen und die Riesterförderung behandelt werden, ob es Zuschüsse zur betrieblichen Altersvorsorge gibt, und vieles mehr.

Gern stellen wir Ihnen Beispiele von Versorgungsordnungen zur Verfügung oder entwickeln, gemeinsam mit Ihnen, eine individuelle Lösung.


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